Unsere Sprechzeiten:

Unsere Handlungsfelder

Um unsere Vision zu realisieren, verbinden wir in unserem Projekt die drei Handlungsfelder miteinander:

  • qualifizieren
  • wirkungsvolle Prozesse gestalten
  • vernetzen

     

    Ziel ist es, in und mit den Bezirken Veränderungsimpulse für wirkungsvollere Strukturen und bessere Rahmenbedingungen für gesundes Aufwachsen zu setzen.

    „Wirkungsvolle Strukturen“ umfassen für uns drei zentrale Prinzipien:

    • visions- und zielorientiert
    • nutzer*innen-zentriert
    • vernetzte Zusammenarbeit

    Die Beteiligung von Familien als Nutzer*innen ist für uns dabei zentrales Mittel und Ziel, sowohl im Prozess als auch im gesamten System.

    Qualifizieren

    Ein Baustein unseres Projektes ist die dreijährige Qualifizierung „Wirkungsorientierte Präventionsketten“ für bezirkliche Akteur*innen: Je drei Mitarbeitende aus den teilnehmenden fünf Berliner Bezirken, die zum größten Teil in koordinierenden Positionen der Ressorts Gesundheit und Jugend arbeiten, qualifizieren sich in einem beteiligungsorientierten, gemeinsamen Lernprozess zu bezirklichen Wirkungsbeauftragten. In bezirksübergreifenden Werkstätten erhalten sie Prozess- und Methodenwissen aus den Bereichen Wirkungsorientierung, Design Thinking und systemischer Beratung. Die Werkstätten dienen als wertvoller Reflexions- und Übungsraum, um sich über Fachbereiche hinweg auszutauschen und wirkungsorientiertes Planen, Steuern und Handeln zu erproben. Ziel ist es, dass die Mitarbeitenden ihre eigenen Arbeitsprozesse wirkungsorientiert gestalten und so Impulse für Veränderung in ihrem Bezirk setzen können.

    Wirkungsvolle Prozesse gestalten

    Wirkungsorientierung wird in den Bezirken anhand spezifischer Bausteine in der Praxis erprobt und umgesetzt. Bausteine sind Angebote für Kinder und Familien, die ressortübergreifend Bedeutung haben und die wirkungsorientiert geplant, analysiert und umgesetzt werden. Beispiele für Bausteine, an denen wir gemeinsam mit den bezirklichen Teams arbeiten, sind die Konzipierung einer Schulgesundheitsfachkraft an Grundschulen, die Einführung elternzentrierter Sozialarbeit an Kitas oder die Weiterentwicklung von sogenannten Willkommensveranstaltungen für Eltern mit Neugeborenen mit dem Ziel Familien zu erreichen, die sich bisher nicht angesprochen fühlen.

    Die Bezirke wählen dabei ihren Baustein in Absprache mit beteiligten Abteilungen und Fachkräften aus. Es kann so eine Vielfalt unterschiedlicher Ansätze im Bereich „Gesundes Aufwachsen“ untersucht werden.

    Die Vorgehensweise im Bezirk orientiert sich an einem Prozess in zehn Schritten:

     

    In einer Wirkstatt mit Fachkräften aus den verschiedenen beteiligten Bereichen werden Bedarfsanalyse und Wirkungsziele für die ausgewählten Bausteine formuliert. Gemeinsam werden Indikatoren entwickelt und Nutzer*innen-Perspektiven mit partizipativen Methoden eingeholt. Die Daten werden ausgewertet und auf verschiedenen Ebenen reflektiert: Zum einen dienen sie der Qualitätsentwicklung, dem Lernen und Anpassen im konkreten Baustein. Zum anderen werden die Erkenntnisse auf höhere, politische Ebene getragen, um dort strukturelle Veränderungen zu bewirken.

    In den bezirksübergreifenden Werkstätten werden die einzelnen Schritte und Erkenntnisse diskutiert und bereichern das gemeinsame Lernen. Zudem sind die gewonnenen Erkenntnisse über wirkungsvolle Ansätze beim „Gesunden Aufwachsen“ auch für andere Prozesse auf bezirklicher und Landesebene von Interesse.

    Räume öffnen und vernetzen

    Unsere Vision zeigt: Veränderungsprozesse erreichen wir nicht allein. Wir möchten einen Beitrag dazu leisten, dass mehr über wirkungsorientierte Angebote und Strukturen, über Chancengleichheit und die Beteiligung von Familien gesprochen und getan wird. Daher führen wir mit unserem dritten Handlungsfeld unter dem Stichwort „Räume öffnen“ eine Vielfalt von Formaten durch, mit denen wir unterschiedliche Menschen zu wichtigen Themen zusammenbringen und so Veränderungsprozesse anregen. Vom Zoom-Interview mit zwei Brückenbauerinnen zwischen Familie und Verwaltung sowie der Infoveranstaltung „Berliner Gesetze für Kinder und Jugendliche“ bis zum Workshop mit Organisationsentwicklerinnen in der Verwaltung - hier möchten wir lebendige Impulse zu unseren Themen setzen.

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